An diesen Montag werde ich mich noch lange erinnern können. Eigentlich ist nichts weltbewegendes passiert. Warum der 18. Mai dennoch die nächsten zehn Jahre einen festen Platz haben wird, erklärt sich ganz leicht: Ich habe meinen Personalausweis endlich mal wieder neu beantragt.
Eigentlich ist mein PA seit irgendwann 2006 abgelaufen. Da ich noch einen nicht-biometrischen Reisepass habe, der am 26. Mai diesen Jahr ablaufen wird, benötigte ich nicht zwingend wieder einen neuen Ausweis. Es reicht vollkommen aus, ein Lichtbilddokument zu besitzen, um sich ausweisen zu können. Den “ePass” möchte ich im Moment nicht beantragen, genau weil er biometrische Daten wie Fingerabdrücke und einen Funkchip (”RFID”) enthält. Es bedeutet ganz klar, dass ich in den nächsten Jahren, bis der ePass wieder abgeschafft wird, nicht ins Außer-EU-Ausland reisen werde.
Was mich seit fast zwei Jahren fasziniert ist die Initiative OpenStreetMap. Dabei handelt es sich um ein aus Grossbritanien stammendes Web-Projekt, welches Strassen, Orte und jede sonstige Infrastruktur und Umgebung kartografiert. Die Daten werden mit der CC-BY-SA-Lizenz veroeffentlicht und stehen wie bei Google Maps in einem Webinterface zur Verfuegung.
Aber OpenStreetMap (OSM) kann noch viel mehr. Durch die Creative Commons Lizenz sind die Daten frei und kostenlos. Wie bei der Wikipedia koennen weltweit Menschen mitgestalten, ihre Umgebung zu kartografieren und damit eine echte globale Weltkarte erschaffen. In der Geschichte der Menschheit waren Landkarten immer auch eine Macht, um politische, wirtschaftliche und religoese Ziele zu steuern. Mit OSM ist zum ersten Mal moeglich, sich mit seiner Umwelt auf einer ganz traditionellen Art zu befassen. Neue Strassen sind in Rekordgeschwindigkeit global fuer Navigationssysteme verfuegbar, noch schneller als Google Maps.
Mittlerweile habe ich mehr als die Haelfte der Pruefungen geschrieben und von jedem etwas dabei gehabt. Die Doppelklausur â€Digitale Signalverarbeitung und -prozessoren“ am Mittwoch war umgekehrt proportional schwer wie â€Multimediadienste“ vom Dienstag. DSV/DSP ist allerdings auch eines der wichtigen Pflichtpruefungen mit jeweils zwei Leistungspunkten. Morgen gibt es immerhin noch â€Hochfrequenztechnik III“ mit fuenf LPs.
Es gibt noch keine Ergebnisse und da ich die Pruefungen auch fast alle bei den gleichen Professoren schreibe duerfte es noch bis in den Maerz dauern. Ich habs gar nicht so eilig mit den Noten.
Ich bin gerade ueber einen Satz gestolpert, der mich an meinen Sprachkenntnissen zweifeln laesst. Und zwar hat ein Professor von mir die Loesung zu einer Aufgabe folgendermassen formuliert:
Die Amplitude des Eingangssignals verringert sich um den Faktor 1/3.
An diesem Satz ist erst einmal nichts falsch, aber ich habe ihn nicht so interpretiert wie mein Professor ihn meinte.
Die erste Pruefungswoche ist vorbei und ich habe zwei von neun Pruefungen geschrieben. Bei der ersten Klausur am Mittwoch handelte es sich um Felder und Wellen (Elektromagnetische Welle). Freitag fand die Pruefung in Communication Networks statt. Beide Klausuren waren erstmal nur Wahlpflichtfaecher, was bedeutet, dass die Note nicht zwingend im Zeugnis erscheint. Das heisst aber nicht, dass ich nur so zum Spass geschrieben hab.
Waere das hier ein richtiger Blog haette ich letztes Wochenende zwei-jaehriges Bestehen der Seite gefeiert. Es gibt aber wichtigeres im Leben als Blog-Geburtstage feiern. Zum Beispiel das Studium zackig absolvieren. Ein grosser Schritt in diese Richtung wurde gestern gemacht, denn da fand die letzte regulaere Vorlesung fuer mich statt. Ziemlich unspektakulaer wurde in Kommunikationstechnik III bis zu letzt noch gerechnet, um gut fuer die kommenden Pruefungen vorbereitet zu sein.
Ja, ist das nicht prächtig? Das ist das neue Logo der Fachhochschule Schmalkalden, welches die Damen und Herren Senatoren am gestrigen Mittwoch, den 21. Januar beschlossen haben. Mit sieben von dreizehn Stimmen entschied eine relative Mehrheit ein Logo, welches noch vor zwei Monaten im selben Hause abgelehnt wurde.
Das funktioniert eigentlich so: Man oeffnet den entsprechenden Artikel im anderen Blog und kopiert sich die Trackback-Adresse aus dem Beschreibungsfeld. Diese Adresse fuegt man in seinem eigenen Artikel unter “Trackback senden” ein und speichert den Text. Wenn alles gut laeuft taucht im anderen Blog ein Kommentar auf, der auf den erstellten Artikel hinweist. Bei mir passierte aber nichts.
Heute gibt es eine Pressemitteilung zu den Hintergruenden der Droh-Email an die Integrierte Gesamtschule in Erfurt. Am 26. November wurde ja angeblich mit einem Amoklauf gedroht – per E-Mail!
In Erfurt bekommt man schon mal schnell Panik, wenn der Begriff “Amok” die Runde macht. Ich glaube, das Massaker vom 26. April 2002 wird die Stadt fuer immer praegen. Zumal es schon damals eben genau kein Amoklauf war. Die Definition sagt:
eine plötzliche, willkürliche, nicht provozierte Gewaltattacke mit mörderischem oder zumindest erheblich zerstörerischem Verhalten. Danach Erinnerungslosigkeit und Erschöpfung, häufig auch Umschlag in selbst-zerstörerische Reaktionen mit Verstümmelung oder Selbsttötung.
Liebe Journalisten: Einen Amoklauf kann man nicht androhen, schon gar nicht per E-Mail. Das verstehen nicht nur die Profis beim MDR nicht, auch nicht bei der Thueringer Allgemeinen. Auch bei der FAZ wird immer stark uebertrieben.